Die KünstlerinYayoi Kusama
Yayoi Kusama, geboren am 22. März 1929 in Matsumoto und gestorben am 14. August 2026 in Tokio, zählte zu den bedeutendsten japanischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit. Zwischen 1958 und 1972 lebte sie vorwiegend in New York, wo ihre bekanntesten Werke, Aktionen und Happenings entstanden.
Ihr Markenzeichen wurden die Polka Dots, farbige Punkte, die sie auf Leinwände, Skulpturen und Menschen übertrug, sowie ihre spiegelnden "Infinity"-Räume und die Netzstrukturen der "Infinity Nets". Kusama gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der Soft Sculpture. 2017 eröffnete sie in Tokio ihr eigenes Museum.
Kusamas Markt ist breiter aufgestellt als der vieler Zeitgenossen: Malerei (38 Prozent) und Drucke (31 Prozent) tragen ihn fast gleichauf, dazu kommen Skulpturen mit 18 Prozent. Regional führt Asien mit 42 Prozent, vor Nordamerika (28) und Europa (22). Diese Mischung aus günstigen Editionen und teuren Unikaten macht ihren Markt ungewöhnlich zugänglich.
Kusama zählt mit einem Gesamtscore von 95 zur Weltspitze, ihr Museumsscore von 97 ist einer der höchsten überhaupt. Das geschätzte Vermögen liegt zwischen 400 und 600 Millionen Dollar, mit einem kräftigen Aufwärtstrend von 34 Prozent über fünf Jahre. Die begrenzte Zahl neuer Werke dürfte den Markt künftig zusätzlich stützen.